Praktikerseminare für Steuer und Wirtschaftsrecht

Büro- und Organisationsbonus

AKTUELLE INFORMATIONEN:
 
Seit August 2021 sind wir wieder vor Ort und freuen uns daher, Sie auch wieder auf unseren Präsenz-Seminaren "07|21 - Aktuelle Buchungsfälle" und "08|21 - Umsatzsteuer 2021/2022" in gewohnter Art und Weise begrüßen zu dürfen. Seien Sie dabei und freuen Sie sich auf den persönlichen Austausch mit Kollegen.
 
Zusammen mit den jeweiligen Veranstaltern vor Ort werden wir selbstverständlich nach wie vor für die Einhaltung der Hygienevorschriften Sorge tragen.
Melden Sie sich aufgrund von begrenzter Teilnehmerzahlen noch heute unter der Rubrik Seminare - Infos Seminare an, um sich Ihren Platz zu sichern. 
Ihr b.b.h. fortbildungswerk
 
Donnerstag, 25. November 2021

Mit Urteil vom 19.08.2021 (Az. 11 K 190/19) hat der 11. Senat des Niedersächsischen Finanzgerichts zu der Frage Stellung genommen, ob ein sog.

Büro- und Organisations-Bonus bzw. eine Förderprovision der Umsatzsteuerbefreiung für Vermittlungsleistungen nach § 4 Nr. 8 und 11 UStG unterliegen.

Die hiergegen erhobene Klage hatte Erfolg.

Nach Überzeugung des 11. Senats unterliegen der Büro- und Organisations-Bonus bzw. die Förderprovision der Steuerbefreiung für Vermittlungsleistungen nach § 4 Nr. 8 und 11 UStG. Sie stellen eine Aufstockung der – vom Beklagten als umsatzsteuerfrei behandelten – Grundprovision für die vom Vermögensberater erzielten Gruppenumsätze dar. Es besteht jeweils ein spezifischer und wesentlicher Bezug zu einzelnen Vermittlungsgeschäften, weil der Bonus bzw. die Förderprovision auf das jeweilige steuerfreie Gruppengeschäft zurückzuführen sind. Entgegen der Auffassung des beklagten Finanzamts bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass diese Leistungen für eine Anwerbetätigkeit neuer Vermögensberater und den Aufbau eines Strukturvertriebs erbracht werden. Nach den Feststellungen des Senats und der in der mündlichen Verhandlung erfolgten Beweisaufnahme werden Bonus bzw. Förderprovision unabhängig davon gezahlt, ob der jeweilige Vermögensberater in dem jeweiligen Jahr tatsächlich neue Vermögensberater für die A gewonnen hat. Sie sind vom Gesamterfolg der A und dem erwirtschafteten (Mindest-) Gruppenumsatz des Vermögensberaters abhängig.

Gegen die Entscheidung wurde eine Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt, die beim Bundesfinanzhof unter dem Aktenzeichen XI B 85/21 geführt wird.

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